FloZ-Camp 2011: Pilotkartierung im Zürcher Weinland
Am FloZ-Camp 2011 im Zürcher Weinland beteiligten sich 45 Fachleute und Laien an der Pilotkartierung vom 13.-17. Juni 2011. Sie führten in Teams von zwei bis vier Personen während fünf Tagen Kartierungen in 15 verschiedenen Quadratkilometern durch. Neun dieser Quadratkilometer wurden zweimal, das heisst von zwei verschiedenen Teams, kartiert. Die Resultate der Doppelkartierungen sollen die Unterschiede aufzeigen, die aufgrund der Beteiligung verschiedener Personen entstehen. Insgesamt wurden 140 Feldtage geleistet, pro Person durchschnittlich drei Tage. Die mittlere Aufenthaltsdauer einer Gruppe in einem Quadrat betrug 11 Stunden. Während dieser Zeit legten die Teams rund 4 km zurück. Den Teams standen Luftbilder, Inventarauszüge (Moore, Trockenstandorte, Gewässer, Waldgesellschaften) und 1:5000-Karten für die Orientierung zur Verfügung. Pflanzen, die im Gelände nicht identifiziert werden konnten, wurden jeweils abends bis auf Art- oder Unterartniveau nachbestimmt. Angaben über Präsenz und Abundanz, d.h. Anzahl Individuen pro 1 km2-Quadrat, wurden auf vorbereiteten Artenlisten eingetragen. Für seltene Pflanzenarten wurden die Koordinaten der Fundorte aufgeschrieben. Pro Quadrat wurden zwischen 183 und 344 Pflanzenarten notiert, im Durchschnitt 267. Wo die Teams viel Zeit für die Kartierung investierten wurden deutlich mehr Arten gesehen. Genauere Auswertungen des ersten FloZ-Camps werden noch folgen. Die Erkenntnisse aus der Pilotkartierung werden helfen, die Methode zur botanischen Erhebung der Stichprobenquadrate zu optimieren. Diese soll möglichst noch bis Ende 2011 definitiv festgelegt werden.
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